„Das ist Herr Köhncke. Das ist meine Geheimwaffe!“

Zugegeben, das waren die mir bisher liebsten Worte, mit denen ich jemals im geschäftlichen Bereich vorgestellt wurde. Gesprochen wurden sie von Frau Liebold, Immobilienmaklerin, als Sie mich ihren Kunden vorstellte. Warum hat sie das gesagt? Warum Waffe? Warum geheim?

Geheimwaffe Immobilienfotografie

Die Eigentümer eines ländlich bis sehr ländlich gelegenen Einfamilienhauses wollten sich aus Altersgründen kleiner setzen und das große Haus einschließlich des großen Gartens verkaufen um dann in eine kleinere Wohnung in Stadtnähe zu ziehen. Weil sie keinen Zeitdruck hatten, versuchten sie erst einmal mit eigenen Annoncen einen Käufer zu finden. Das blieb ein Jahr lang ohne nennenswertes Interesse – was nicht ungewöhnlich ist: Was Makler können, das können nur Makler. Deshalb wechselten die Eigentümer die Strategie: Sie beauftragten einen. Dieser zückte bei einem Besuch im Haus sein Handy für die Immobilienfotos und sicherte sich wie es üblich ist für ein Jahr das alleinige Recht die Immobilie zu vermitteln. Weniger üblich ist, dass der Makler keine Interessenten auftreiben konnte. Was aber halt passiert, wenn einem wichtige Geheimnisse nicht offenbar sind. Ein weiteres Jahr verstrich.

Showdown in der Immobilienbranche

Die Eigentümer suchten nach einem weiteren verstrichenen Jahr nicht wieder selbst nach einem Käufer sondern blieben bei ihrer Strategie, einen Profi mit der Vermittlung zu betrauen. Sie beauftragten jetzt nach Auslaufen des einjährigen ersten Maklervertrags allerdings Frau Liebold.

Als Makler M. darüber informiert wurde, dass die Vermittlung in die Hände von Frau Liebold gelegt worden war, wurde er schlagartig wach und überredete die Eigentümer, die Immobilie weiterhin in seinem Vermittlungsangebot halten zu dürfen – was eine ungewöhnliche Ausnahme ist, dass Maklerinnen nach Abschluß eines Maklervertrags für ein und dasselbe Objekt in unmittelbarer gleichzeitiger Konkurrenz durch einen weiteren Makler arbeiten.

Das Ende vom Lied

Frau Liebold fand nach den zwei vorherigen ergebnislosen Jahren der Interessentensuche innerhalb von vier Wochen einen Käufer. Es könnte nun eine offene Spekulation bleiben, warum Frau Liebold erfolgreicher war, als Makler M., weil eine Maklerin ja einiges mehr tut, als Bilder einer Immobilie zu zeigen. Jedoch fragte der veräussernde Hausherr bei der Einigung über den Hausverkauf den Interessenten, warum er denn Frau Liebold und nicht Makler M. angefragt habe? Es seien doch die Exposés beider Makler im gleichen Immobilienportal im Internet zu finden gewesen? Die knappe Antwort lautete: „Die Fotos.“

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